Erkältung und Immunsystem
Nase

Fentrinol Nasentropfen

Fentrinol Nasentropfen

Was sind Fentrinol Nasentropfen und wofür werden sie angewendet?

Fentrinol Nasentropfen bewirken ein Abschwellen der Nasenschleimhaut und reduzieren dadurch die Schleimproduktion.
Sie werden zur Behandlung von akutem, chronischem sowie allergisch bedingtem Schnupfen eingesetzt.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Fentrinol Nasentropfen beachten?

Fentrinol Nasentropfen dürfen nicht angewendet werden:

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amidephrin-Mesylat oder einen der sonstigen Bestandteile sind,
  • bei einer Rückbildung der Schleimhaut im Bereich der vorderen Nasenscheidewand,
  • bei Entzündung oder Schwund der Nasenschleimhaut mit Trockenheit, Krusten- oder Geschwürbildung (Rhinitis sicca),
  • nach Operationen an der Hirnanhangsdrüse oder nach Eingriffen, die durch Nase oder Mund erfolgt sind,
  • wenn Sie MAO‑Hemmer (Arzneimittel gegen Depressionen) einnehmen oder in den letzten zwei Wochen eingenommen haben.

Besondere Vorsicht ist erforderlich:

  • bei plötzlich auftretenden Herzrhythmusstörungen oder Brustschmerzen – in diesen Fällen dürfen die Tropfen nicht angewendet werden,
  • bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße (Arteriosklerose),
  • bei Bluthochdruck,
  • bei Gefäßerweiterungen (Aneurysmen),
  • bei Diabetes mellitus,
  • bei Schilddrüsenüberfunktion,
  • bei einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom),
  • bei vergrößerter Prostata.

Für Kinder unter 3 Jahren sind Fentrinol Nasentropfen nicht geeignet, da sie auf den ganzen Körper wirken können.

Dauer der Anwendung

Fentrinol Nasentropfen sollten nicht länger als 7–10 Tage ununterbrochen angewendet werden.
Längerer Gebrauch kann:

  • zu einer erneuten Schwellung der Schleimhaut nach Absetzen,
  • zu vermindertem Wirkungseintritt,
  • sowie zu Schleimhautschädigungen führen.

Hinweis: Fentrinol kann bei Dopingkontrollen zu einem positiven Ergebnis führen.

Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Medikamente einnehmen oder anwenden.

Folgende Kombinationen sollten vermieden werden:

  • MAO‑Hemmer und trizyklische Antidepressiva,
  • lokal angewendete Antibiotika,
  • Antihistaminika und cortisonhaltige Medikamente,
  • Insulin,
  • Arzneimittel zur Blutdrucksenkung wie Guanethidin, Reserpin, Propranolol oder Methyldopa,
  • Betäubungsmittel (Anästhetika).

Andere nasale Medikamente sollten nicht gleichzeitig verwendet werden.

Nahrungsmittel und Getränke

Hier sind keine Wechselwirkungen bekannt.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sprechen Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Die Entscheidung trifft Ihr Arzt.

Verkehrstüchtigkeit

Mögliche Nebenwirkungen wie Zittern, Herzrhythmusstörungen, Brustschmerzen oder Kreislaufprobleme können Ihre Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Wie sind Fentrinol Nasentropfen anzuwenden?

Wenden Sie die Tropfen immer genau nach der Packungsbeilage oder der Anweisung Ihres Arztes/Apothekers an.

Kinder über 3 Jahre und Jugendliche bis 18 Jahre:

2–6‑mal täglich 2–3 Tropfen pro Nasenloch.

Erwachsene:

4–6‑mal täglich 3–5 Tropfen pro Nasenloch.

Die Tropfen werden bei leicht zurückgelegtem Kopf in die zuvor gereinigten (geschnäuzten) Nasenlöcher eingeträufelt.

Aus hygienischen Gründen sollte jedes Fläschchen nur von einer Person verwendet werden.

Die Anwendung sollte so kurz wie möglich sein und 7–10 Tage nicht überschreiten.

Überdosierung

Bei Überdosierung oder missbräuchlicher Langzeitanwendung kann es zu:

  • Schleimhauttrockenheit,
  • erneuter Schwellung nach Absetzen,
  • chronischem Schnupfen,
  • Schleimhautrückbildung
    kommen.

Bei Verschlucken der Tropfen sofort einen Arzt kontaktieren.

Bei Säuglingen und Kleinkindern können u. a. Müdigkeit, Schwindel, niedrige Körpertemperatur, Herzrasen oder verlangsamter Herzschlag auftreten.

Vergessene Anwendung

Nicht die doppelte Menge anwenden. Setzen Sie die Anwendung wie gewohnt fort.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel können auch Fentrinol Nasentropfen Nebenwirkungen verursachen.

Psychiatrische Erkrankungen:

  • Angstzustände, Unruhe

Nervensystem:

  • Zittern

Stoffwechsel:

  • Schweißausbrüche, Blässe, erhöhter Blutzucker, gesenkter Kaliumspiegel

Herzerkrankungen:

  • Herzrhythmusstörungen bis Kammerflimmern
  • Bluthochdruck
  • Angina Pectoris (Brustschmerzen)
  • Herzklopfen

Säuglinge/Kinder unter 3 Jahren:

  • Kreislaufstörungen, verlangsamte Atmung

Falls Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie sind Fentrinol Nasentropfen aufzubewahren?

  • Nicht über 25 °C lagern.
  • In der Originalverpackung zum Schutz vor Licht aufbewahren.
  • Nach Anbruch innerhalb von 3 Monaten verbrauchen; Reste entsorgen.
  • Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
  • Nach Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwenden.
  • Nicht im Abwasser oder Hausmüll entsorgen – Apotheker nach Entsorgung fragen.

Weitere Informationen

Wirkstoff:

Amidephrin‑Mesylat
(1 ml = 30 Tropfen enthält 1,0 mg)

Sonstige Bestandteile:

  • N‑Cetylpyridiniumchlorid (Konservierungsmittel)
  • Natriumdihydrogenphosphat (pH‑Einstellung)
  • Natriummonohydrogenphosphat (pH‑Einstellung)
  • Sorbit
  • Gereinigtes Wasser
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PZN: 0021657
Arzneimittel
Kategorien: Erkältung und Immunsystem, Nase
Marke:
Darreichungsform: Tropfen
Links: Gebrauchsinformation (PDF)
Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.
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